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Deutschland für Beteiligungsunternehmen zunehmend interessanter

Archiviert in der Kategorie: Global Market Fonds, International I
Geschrieben von admin am 02 Jul 02 - Kommentare deaktiviert

Von den vier Investitionen, die Cinven im Schnitt pro Jahr in Europa tätigt, sollen ein bis zwei Transaktionen auf Deutschland fallen.

In Zeiten sinkender Preise und einer steigenden Zahl an Transaktionen wird der deutsche Markt für Beteiligungsunternehmen zunehmend interessanter. “Mit der Restrukturierung der Industrie werden immer mehr große Tochterunternehmen, die nicht mehr zum Kerngeschäft der Konzerne gehören, am Markt angeboten”, beobachtet Peter Gangsted, Geschäftsführer Deutschland der britischen Private-Equity-Gesellschaft Cinven.
Cinven fiel in Deutschland zuletzt im Oktober 2001 durch die Übernahme der Klöckner-Pentaplast-Gruppe von der Klöckner-Werke AG für 925 Mio. € auf. In Deutschland prüfe man laufend Angebote aus Industrie- und Dienstleistungsbereichen, an reinen Technologie- und Bauunternehmen sei man derzeit aber nicht interessiert.
Bei Investitionen müsse das Zielunternehmen einen Wert von mindestens 150 Mio. € repräsentieren, in der Regel seien die Investments aber erheblich höher. Die Unternehmen sollten eine marktführende Position einnehmen und einen stetigen Cash-flow vorweisen können. “Wir suchen das Gute Haus in der besten Straße”, so Gangsted im Gespräch mit dem Handelsblatt, wobei europaweit im Mittel vier Investments pro Jahr anfielen, für Deutschland seien im Schnitt ein bis zwei Transaktionen realistisch. Aus dem laufenden “Cinven-Fonds III” mit 4,3 Mrd. € ist erst ein Teil investiert, wobei Eigenkapital für Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 6 Mrd. € bereitsteht. Im Schnitt würden aus einem Fonds rund 15 Beteiligungen realisiert. Neben Klöckner-Pentaplast wurde in eine Pub-Kette, Fachverlage von Vivendi Universal und einen Parkplatz-Dienstleister investiert. Seit 1995 hat die Cinven-Gruppe im europäischen Buyout-Geschäft ein Transaktionsvolumen von gut 20 Mrd. € angeschoben.
Die RWB ist an Cinven III mit 2 Mio. € beteiligt.

Handelsblatt 02.07.2002

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